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------allMystery Newsletter vom 07.09.02------
Die
Themen: 1) Natur: Erde entstand in nur 30 Millionen Jahren
2) Natur: Lichtverschmutzung nimmt zu 3)
Geschichte: Jesu' Geburtsjahr wurde falsch berechnet - mit
Absicht 4) Weltraum: Schutz vor
Weltraumstrahlung 5) Weltraum: Beschleunigte Ausdehnung
verhindert den Zerfall aller Materie 6) Physik: Ultradünne
Supraleiter aus Magnesiumdiborid hergestellt 7) Geschichte:
Post von James Cook - 230 Jahre alter Brief entdeckt
8) Technik: Diamanten für Schaltkreise 9)
Physik: Einstein auf dem Prüfstand 10) Forschung: neue DVDs mit
30 Gigabyte Speicherkapazität 11) Special: Das
Jahrtausend-Experiment
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1)
Erde entstand in nur 30 Millionen Jahren Unser Planet bildete
sich innerhalb von 30 Millionen Jahren - und damit doppelt so
schnell wie bisher vermutet. Zu dieser Einschätzung kommen eine
deutsche und eine amerikanische Untersuchung, die jetzt beide im
Magazin "Nature" erschienen sind. Demnach verschätzte sich die
Forschung in Hinblick auf die erste Lebensphase der Erde. Bisher
vermutete man, es habe 60 Millionen Jahre gedauert, bis sich
Metallkern und Mantel der Erde trennten. Jetzt glauben die
Forscher, der Prozess habe nur 30 Millionen Jahre
gedauert. Die These stützt sich auf einen Vergleich zweier
Isotopen: Hafnium-182 ist das Ausgangsmaterial eines
Wandlungsprozesses, an dessen Ende Wolfram-182 steht. Die
Halbwertszeit von Hafnium beträgt neun Millionen Jahre. Das sich
bildende Wolfram sank in den Erdkern hinab, bis der Mantel
erkaltete. Aus dem Verhältnis von Hafnium zu Wolfram im heutigen
Erdmantel kann man auf die Entstehung des Mantels schließen.
Dazu muss die Erde allerdings mit Gesteinen von anderen Planeten
und von Meteoriten verglichen werden. Zwei Forschergruppen um
Thorsten Kleine von der Universität Münster und Qingzhu Yin von
der Harvard University bewerteten unabhängig voneinander die
Isotopen-Verhältnisse neu, indem sie den Mars, den Mond und
Meteoriten aus der Frühphase des Sonnensystems zum Vergleich
heranzogen. Weil die ursprünglichen Meteoriten wohl nur halb so
viel Hafnium-182 besaßen wie bisher geschätzt, vollzog sich die
Entstehung der Planeten wohl doppelt so schnell, schreiben die
Forscher jetzt in "Nature". Die Erde soll sich in 30, der
kleinere Mars in nur 13 Millionen Jahren gebildet haben. Die
neuen Berechnungen werden jene Planetenforscher freuen, die den
Simulationen ihrer Computer mehr vertrauen als den Schätzungen
der Kollegen. Die Simulationen hatten nämlich bereits vermuten
lassen, dass sich die Planeten schneller hätten bilden müssen
als allgemein angenommen.
(sienceticker.de)
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2)
Lichtverschmutzung nimmt zu In den letzten Jahrzehnten hat die
Beleuchtung von Städten quantitativ und in ihrer Intensität so
stark zugenommen, dass Umweltexperten von "Lichtverschmutzung"
sprechen. Die Milchstraße ist am Nachthimmel über Deutschland
kaum noch sichtbar. Doch auch Zoologen schlagen Alarm. Denn an
Straßenlaternen und Leuchtreklamen gehen viele Insekten zu
Grunde. Insekten sind jedoch wichtige Glieder in der
Nahrungskette, etwa für Vögel und Fledermäuse. Auch Pflanzen,
die Insekten zur Bestäubung brauchen, könnten darunter leiden.
Laut dem Weltatlas der Lichtverschmutzung, den italienische
Forscher erstellt haben, leben 99 Prozent der Menschen in Europa
und den USA unter einem lichtverschmutzten Himmel. In Tschechien ist
jetzt das erste nationale Gesetz gegen Lichtverschmutzung
verabschiedet worden. Danach darf kein Licht mehr an den
nächtlichen Himmel gestrahlt werden
(3sat)
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3)
Jesu' Geburtsjahr wurde falsch berechnet - mit Absicht Das
zumindest behauptet der Amatör-Historiker Sepp Rothwangl aus Graz
(Österreich). Der skythische Gelehrte Exiguus (um 500 n. Ch.)
schlug in seinem Osterbuch mit dem Titel "liber de paschate"
eine neue Zählung der Jahre vor, nicht mehr nach dem römischen
Kalender (nach Gründung der Stadt), sondern nach der
"Inkarnation" unseres Heilands. Bei seinen Osterzyklen stützte
sich Exiguus auf damals bekannte Berechnungen. Der Osterzyklus
des Alexandriners Cyrill (verantwortlich für die Ermordung der
griechischen Mathematikerin Hypatia, von der Kirche heilig
gesprochen) war mit dem Jahr 247 der Diokletian-Ära (531 unserer
Zeitrechnung) gerade ausgelaufen. Exiguus stützte sich auf die
Ostertafeln und Berechnungsalgorithmen des Klemens von
Alexandria und des Epiphanios, des Metropoliten von Zypern.
Beide hatten ein Geburtsjahr Christi angenommen, das etwa im
Jahre 7 vor unserer Zeitrechnung liegt - und damit mit den
Vermutungen übereinstimmt, die wir auch heute haben. Exiguus'
Berechnungen wurden übrigens erst im 14. Jahrhundert offiziell
eingeführt - offenbar waren auch die Päpste misstrauisch. Warum
hat er dann trotz des schon vorhandenen Wissens das Datum
fälschlicherweise anders bestimmt? Schuld war, so Rothwangl, die
Astrologie. Denn am 31. Mai 531 standen alle bekannten Planeten
in enger Konjunktion - wie erst wieder am 5. Mai 2000. Das gilt
allerdings nur für Sonne, Merkur, Venus, Jupiter und Saturn (im
Zeichen Stier) - Mond und Mars standen im Nachbarzeichen
Zwillinge. Die große Konjunktion hatte angeblich etwas mit einer
großen Flut zu tun, und die sollte dann im Jahre 2000 als eine
Art große Zeitenwende eintreten. In einem Textfragment des
"Liber" findet sich folgende Passage: "Das Jahr 2000 n.Chr. ist
die Wiederkehr der Erschaffung der Welt und das Ende des
Fisches" (also das Ende des astrologischen Fische-Zeitalters).
Für Exiguus war dies die Wiederkehr des Herrn. http://www.calendersign.ric.at/
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4)
Schutz vor Weltraumstrahlung Auf der Erde sind wir vor den harten
Gammastrahlen der Sonne (im Gefolge von "flares", das sind
flammenartige Ausbrüche von Materie aus der Sonnenoberfläche)
durch die Erdatmosfäre geschützt. Dieser Schutz fehlt im
Raumschiff. Eine Rakete mit dreie Meter dicken Betonwänden
auszurüsten, böte zwar hinriechend Schutz, doch könnte ein
solches Gerät infolge seines Gewichts niemals starten. Nun
hat Wladislaw Petrow vom Institut für Medizinische und Biologische
Probleme des staatlichen Wissenschaftszentrums der russischen
Akademie der Wissenschaften ein Computerprogramm entwickelt, das
solche Ausbrüche voraussagt und entsprechende Ratschläge zum
Schutz anbietet. Das System besteht aus zwei Teilen: Das erste
misst das Strahlungsniveau mit Hilfe von Vielfachsensoren, das
zweite macht Voraussagen. Maßnahmen zum Schutz der Mannschaft
können in einer leichten Kursänderung bestehen. Kosmonauten, die
außerhalb der Rakete arbeiten, können vorübergehend im Schatten
des Schiffes Schutz suchen oder in einem speziellen
Strahlenschutzmodul. Das System soll demnächst in der
Internationalen Raumstation getestet werden. Wie gut es
funktioniert, hängt von seinen Voraussagemöglichkeiten ab, und
die wiederum von den Modellen, die wir von Strahlenausbrüchen auf
der Sonne besitzen.(pm)
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5)
Beschleunigte Ausdehnung des Universums verhindert den Zerfall aller
Materie Was hält unsere Welt im Innersten zusammen? Die
Antwort, die John Barrow von der Universität Cambridge darauf
gibt, ist verblüffend: Die Atome in unserem Universum zerfallen
deshalb nicht, weil sich das Universum immer schneller ausdehnt.
Barrow erläutert seine Theorie in der Fachzeitschrift
NewScientist. Zusammen mit John Webb von der Universität von
Neusüdwales in Sydney untersuchte Barrow in den vergangenen zwei
Jahren das Licht weit entfernter Quasare. Dieses Licht
durchquerte auf seinem Weg zur Erde intergalaktische
Staubwolken. Von den Atomen in diesen Wolken wurden dabei
bestimmte Absorptionslinien aus dem Licht gefiltert. Der
Abstand der Absorptionslinien verschiedener chemischer Elemente
hängt von der so genannten Feinstrukturkonstanten ab. Das ist
eine fundamentale Naturkonstante, die - wie man glaubte - genau
wie etwa die Lichtgeschwindigkeit immer und überall den gleichen
Wert hat. Die Forscher verglichen die gemessenen Abstände der
Absorptionslinien mit Labormessungen. Das Ergebnis war eine
Überraschung: Die entsprechenden Abstände stimmten nicht exakt
überein. Erklären können Barrow und Webb diese Abweichung, wenn
sie annehmen, dass die Feinstrukturkonstante vor 11 Milliarden
Jahren - als das Licht die weitest entfernten Staubwolken
passierte - um 0,7 Tausendstel Prozent kleiner war als
heute. Das Brisante an dieser Entdeckung: Die
Feinstrukturkonstante bestimmt die Stärke der Kräfte zwischen
Elektronen und Protonen. Durch diese Kräfte werden wiederum die
Atome zusammengehalten. Das gilt aber nicht für beliebig große
Werte der Feinstrukturkonstanten. Wenn die Feinstrukturkonstante
weiter anwächst, werden irgendwann in der Zukunft alle Atome im
Universum zerfallen. Doch zusammen mit seinen Kollegen João
Magueijo und Håvard Sandvik vom Imperial College in London gibt
Barrow jetzt Entwarnung. Die Forscher haben Einsteins Allgemeine
Relativitätstheorie so erweitert, dass sie die zeitliche
Entwicklung der Feinstrukturkonstanten mit einschließt. Ihre
Theorie ergibt nun, dass die Feinstrukturkonstante sich während der
ersten 300.000 Jahre nach dem Urknall - vor etwa 13 Milliarden
Jahren - kaum veränderte. Danach erhöhte die
Feinstrukturkonstante langsam ihren Wert - bis vor etwa fünf
Milliarden Jahren, also bis zu dem Zeitpunkt, als das Universum
anfing, seine Ausdehnung zu beschleunigen. Seitdem bleibt die
Feinstrukturkonstante tatsächlich konstant. Damit steht die
Theorie der drei Forscher in Einklang mit der Entdeckung des
"natürlichen Kernreaktors" in der Oklo-Region im heutigen Gabun.
1972 war dort in einer Uranerzmine Uran entdeckt worden, das
einen ungewöhnlich geringen Anteil an spaltbarem Material
enthielt. Man konnte nachweisen, dass in dieser Mine vor 1,8
Milliarden Jahren auf natürliche Weise eine Kernspaltung in Gang
geraten war, die etwa eine Million Jahre andauerte. Aus den
geochemischen Daten des Materials in der Mine kann man schließen,
dass sich die Feinstrukturkonstante in den letzten 1,8
Milliarden Jahren um nicht mehr als 0,01 Tausendstel Prozent
geändert hat.
Weitere Meldungen zum Thema
Feinstrukturkonstante finden Sie im Archiv von wissenschaft.de.
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6)
Ultradünne Supraleiter aus Magnesiumdiborid
hergestellt Wissenschaftler der Pennsylvania State University
haben ein neues Verfahren zur Herstellung hochreiner Filme des
Supraleiters Magnesiumdiborid entwickelt. Damit ist eines der
wichtigsten Hindernisse auf dem Weg zur technologischen
Anwendung dieses Supraleiters aus dem Weg geräumt. Erste auf
Magnesiumdiborid beruhende Produkte könnten unter anderem in
medizinischen Kernspinresonanzapparaturen eingesetzt
werden. Die Gruppe um Xiaoxing Xi stellt Filme aus
Magnesiumdiborid mit Dicken von nur wenigen Tausendstel
Millimetern durch das Verdampfen von Magnesium in einer
Atmosphäre aus Wasserstoff und einer Wasserstoff-Bor Verbindung her.
Dadurch bildet sich Magnesiumdiborid aus und kann sich dann auf
harten Oberflächen wie etwa Saphir oder Siliziumkarbid
niederschlagen. Das Wasserstoffgas ist für die Reinheit der
Filme von großer Bedeutung, denn es verhindert die Entstehung
von Magnesiumoxid, welches die Supraleitung stören würde. Die
auf diese Weise hergestellten Filme zeichnen sich nicht nur durch
ihren hohen Reinheitsgrad aus. Sie sind zudem extrem glatt und
damit ideal für die Herstellung komplizierter, aus mehreren
Filmen unterschiedlicher Materialien bestehender
Produkte. Magnesiumdiborid geht bei einer Temperatur von minus
234 Grad Celsius in den supraleitenden Zustand über mehr als
dreißig Grad über den typischen Übergangstemperaturen anderer
einfach gebauter Supraleiter. Es kann damit mit relativ billigen
Kühlverfahren in den supraleitenden Zustand versetzt werden.
Zudem ist es um ein vielfaches billiger herzustellen als auf
Kupferoxid basierende Hochtemperatursupraleiter.
Weitere
Meldungen zum Thema Magnesiumdiborid finden Sie im Archiv von
wissenschaft.de.
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7)
Post von James Cook - 230 Jahre alter Brief entdeckt Ein
Mitarbeiter des Londoner Auktionshauses Bonham's hat einen Brief des
britischen Seefahrers und Entdeckers James Cook gefunden. Das
Schreiben wurde auf der Rückseite eines Bilderrahmens in der
Bibliothek eines Landhauses in der Grafschaft Norfolk
entdeckt. Cook hat den Brief vermutlich im Jahre 1771 verfasst.
Er befand sich zu diesem Zeitpunkt auf seinem Schiff
"Endeavour". Nur wenige Meilen von der heimischen Küste
entfernt, kündigte Cook in dem Schreiben der britischen
Admiralität seine baldige Rückkehr an. Er berichtete außerdem
von den Strapazen seiner dreijährigen Expedition. Cook hatte
während dieser Zeit unter anderem die Küstenlinien von Tahiti,
Neuseeland und Ostaustralien kartographiert. David Park,
Manuskript-Experte des Auktionshauses, verglich die damalige
Rückkehr des Seefahrers mit der der Star-Trek-Crew zurück auf
die Erde. Der Brief mit einem Schätzwert von umgerechnet 31.000
Euro soll am 17. Dezember bei Bonham's versteigert werden.
(n-tv)
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8)
Diamanten für Schaltkreise Eine Methode zur Produktion sehr
reiner Diamantschichten haben schwedische und britische
Materialwissenschaftler entwickelt. Wie die Forscher im Magazin
"Science" berichten, lassen sich aus diesen Filmen sehr
leistungsfähige Halbleiter herstellen. Diese könnten vor allem
in stark beanspruchten elektronischen Schaltkreisen eingesetzt
werden - etwa in Radaranlagen oder Raumsonden. Elektronische
Schaltungen basieren heute überwiegend auf dem Element Silizium.
Für manche Zwecke wäre Kohlenstoff in Form von Diamant jedoch die
bessere Grundlage, da er Wärme sehr gut ableitet und hohe
elektrische Frequenzen besser verkraftet. Das Problem:
Kohlenstoff kommt in der Natur hauptsächlich in Form von Graphit
vor, und dieses eignet sich nicht zur Herstellung von
Halbleitern. Seit etwa 50 Jahren kann man Diamanten künstlich
herstellen. Bei der ältesten verwendeten Technik wird Graphit
unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen direkt in Diamant
umgewandelt. Derart erzeugter Diamant enthält jedoch zu viele
Verunreinigungen. Eine neuere Technik arbeitet mit Methan, das
in einem Plasma in seine Bestandteile Wasserstoff und
Kohlenstoff zerlegt wird. Letzterer scheidet sich auf einer
Oberfläche als Diamantfilm ab. Diese Filme entsprechen ebenfalls
nicht den Wünschen der Elektroniker: Statt aus einem großem
Einkristall bestehen sie aus vielen Kristallkörnchen, an deren
Grenzen die Bewegung von elektrischen Ladungsträgern behindert
wird. Jan Isberg vom Forschungszentrum des Konzerns ABB in
Västerås, Schweden, und seine Kollegen kombinierten nun beide
Methoden. Mit Hilfe der ersten Technik erzeugten sie eine
diamantene Grundlage, auf der sie mit der Plasma- Technik einen
zweiten Diamantfilm wachsen ließen. Dieser wurde schließlich per
Laser von seiner Unterlage getrennt und poliert. Das Resultat waren
4 mal 4 Millimeter große und bis zu 0,7 Millimeter dicke,
hochreine Diamant- Einkristalle. Durch gezieltes Einschleusen
von Bor-Atomen wandelten die Forscher das Material in einen
Halbleiter um. Die Beweglichkeit der Ladungsträger darin
übertraf nicht nur die von bisherigen Halbleitern, sondern auch
die theoretischen Vorhersagen, berichten Isberg und sein Team.
"Viele Probleme betreffend die Herstellung von auf Diamant
basierenden Geräten müssen noch gelöst werden", schreiben die
Forscher. "Diese Resultate könnten den Wendepunkt für die
Kohlenstoff-Elektronik darstellen", kommentiert dagegen Gehan
Amaratunga von der Universität Cambridge in der gleichen Ausgabe des
Magazins.
(sienceticker.de)
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9)
Einstein auf dem Prüfstand Physikerteam nutzt besondere
Himmelskonstellation am Sonntag, um die Gravitationstheorie
unter die Lupe zu nehmen London - Ein internationales
Forscherteam will eine besondere Konstellation am Himmel dafür
nutzen, um die Gravitationstheorie Albert Einsteins zu
überprüfen. Mit den schärfsten Teleskopen, die auf den Virgin
Islands, Hawaii und Deutschland aufgestellt sind, soll die
Geschwindigkeit der Gravitation gemessen werden. Einsteins
Annahme war, dass die Geschwindigkeit der Gravitation gleich der
Lichtgeschwindigkeit ist. Der indirekte Beweis wurde bislang
nicht überprüft, berichtet BBC-Online. Am Sonntag zieht der
Planet Jupiter an einem fernen Quasar vorbei. Ein Quasar ist ein
hellleuchtendes Objekt, das aber Mrd. Lichtjahre entfernt ist.
Am 8. September befindet sich Jupiter sehr nahe an der Sichtlinie
der Erde zu einem dieser Quasare. Die Schwerkraft des Planeten
wird das von dem Quasar kommende Licht leicht ablenken. Dadurch
scheint es, als ändere der Quasar seine Position gegenüber den
anderen Quasaren. Die Astronomen hoffen, diese Positionsänderung
messen zu können, da diese von der Geschwindigkeit der
Gravitation abhängig ist. Läuft alles nach Plan, sollen mit
diesem Effekt Aussagen über die Geschwindigkeit getroffen werden
können. Eine erneute Chance würde sich dem Team unter der
Leitung von Sergei Kopeikin von der University of
Missouri-Columbia erst wieder in zehn Jahren bieten. Die
Physiker entwickelten zum Zweck der Beobachtung eine eigene Technik,
um die Veränderung des Winkels zwischen den Quasaren genau
messen zu können. In Verwendung stehen zehn US-Radioteleskope
und ein Radioteleskop des Max- Planck-Instituts für
Radioastronomie in Effelsberg. Auch Arbeitsgruppen in Japan und
der NASA werden ähnliche Experimente durchführen. Die Ergebnisse
können ab Mitte November verglichen werden, erklärte Kopeikin.
Er rechnet mit der Bestätigung der Einstein-Theorie: "Wir
glauben, dass die Allgemeine Relativitätstheorie stimmt und die
Geschwindigkeit der Gravitation der Lichtgeschwindigkeit
entspricht", ergänzte Kopeikin. (pte)
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10)
Toshiba und NEC wollen neue DVDs mit 30 Gigabyte Speicherkapazität
herstellen Die beiden japanischen Elektronik-Giganten Toshiba
und NEC haben einen neuen Standard für digitale Videodisks
(DVDs) vorgeschlagen. Die neuen Scheiben sollen bis zu 30
Gigabyte speichern können und nicht größer als herkömmliche DVDs
sein. Die hohe Speicherdichte wird durch den Einsatz eines
blauen Lasers ermöglicht. Im Gegensatz zu dem im Februar von neun
anderen Elektronikfirmen - unter anderem Matsushita und Philips
- vorgeschlagenen DVD-Standard mit dem Namen "Blu-Ray", der auch
einen blauen Laser einsetzt, sollen die NEC und Toshiba Geräte
auch herkömmliche DVDs abspielen können. Dies würde den beiden
Firmen einen erheblichen Vorsprung beim Übergang zwischen den
beiden DVD Generationen erlauben. Der zur Speicherung der
Daten verwendete Laser soll eine Wellenlänge von 405 Nanometer
aufweisen und liegt damit im blauen Bereich des Spektrums. Seine
kurze Wellenlänge ermöglicht es, die Datenkapazität einer DVD von
derzeit maximal 8.5 Gigabyte auf ungefähr 30 Gigabyte zu
erhöhen. Toshiba und NEC entwickeln derzeit die Rohlinge und
Abspielgeräte für die neue Generation.
Weitere Meldungen
zum Thema DVD finden Sie im Archiv von wissenschaft.de.
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11)
Special: Das Jahrtausend-Experiment Noch nie haben NASA-Forscher
so gespannt auf den Ausgang eines Experiments gewartet. In den
Labors der amerikanischen Weltraumbehörde soll zum ersten Mal
Antigravitation erzeugt werden - unter wissenschaftlicher Aufsicht.
Wenn es gelingt, wird unser Leben revolutioniert. Und auch für
die Wissenschaft sind die Folgen heute noch gar nicht
absehbar....
....weiter geht es auf: http://www.allmystery.de/special/070902.shtml
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