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Neue Theorie für Supraleiter
Physik
Bislang konnten Physiker nicht erklären, warum der im Jahr 2001
entdeckte metallische Supraleiter Magnesiumdiborid (MgB2)
bereits unterhalb der vergleichsweise hohen Temperatur von minus 234
Grad Celsius elektrischen Strom ohne Widerstand leiten kann. Nun
haben japanische Forscher von der Tohoku-Universität experimentell
nachgewiesen, dass MgB2 über zwei "supraleitende
Bandlücken" verfügt. Gewöhnliche metallische Supraleiter besitzen
nur eine Bandlücke und werden durch die so genannte BCS-Theorie
erfolgreich beschrieben. Magnesiumdiborid verfügt gleichsam über
zwei supraleitende Mechanismen und kann daher schon bei höheren
Temperaturen supraleitend werden. MgB2 könnte in
supraleitenden Chips zur Anwendung kommen. Dass sich aus diesem
Material extrem dünne und dennoch hervorragend glatte Filme
herstellen lassen, bewiesen erst kürzlich Wissenschaftler um
Xiaoxing Xi von der Pennsylvania State University. Mit
supraleitenden Magnesiumdiborid-Chips könnten gekühlte Supercomputer
noch deutlich höhere Rechengeschwindigkeiten erreichen, als dies
bislang möglich ist. jol/nlo
Artikel erschienen am 6. Mai 2003 |
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